Lechaschauer Alm

 

 

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Vor den Regulierungsjahren 1882/83 war die Lechaschauer Alm die pfärrliche Melkalpe der Gemeinden Weißenbach, Höfen, Lechaschau und Wängle. Dazu gehörten 7 Sennhütten der Gemeinden Höfen; zwei Hütten unterm Alpenrosenweg auf Höfener Seite, die ausschließlich von Weißenbach belegt wurden; Eine Hütte der Fraktion Holz; 4 Hütten im „alten Hof“ der Gemeinde Lechaschau; 2 Hütten auf der Loxeries der Fraktion Winkl und 4 Gehrenhütten der Gemeinde Wängle. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts fand dann die Alpenaufteilung statt.
Für die 4 Hütten der Gemeinde Lechaschau musste die Gemeinde Höfen aus dem ihm zugeteilten Reebwald das nötige Bauholz zur Verfügung stellen. Diese 4 Hütten wurden baulich immer schlechter und so entschieden sich die Vertreter der Gemeinde Höfen der Gemeinde Lechaschau das Bauholz für eine neue Hütte zu liefern.
Diese Hütte musste aber so groß sein, dass mindestens 70 Stück Vieh darin Platz fanden und sie musste am Fuße der „Tizel“ erbaut werden.
Ab dem Bau dieser Hütte erlosch aber das Einforstungsrecht der anderen 3 Hüten im „alten Hof“.
So kam es zu einer Einigung und man erbaute in den Jahren 1911/1912 die neue Sennhütte „Lechaschauer Alm“.
Für die Bewirtschaftung dieser Sennalpe wurden einige Vorschriften erarbeitet.
So hieß es zum Beispiel: „Für die Bewirtschaftung der Sennalpe ist ein Obersenn, ein Untersenn, 2 Hirten und ein „Almputzer“ notwendig.“
Der „Almputzer“ nahm neben dem Obersenn einen beachtlichen  Platz ein.
Da hieß es weiter: „ der „Almputzer“ hat die ganzen Düngewege aufrecht zu erhalten. Der anfallende Mist ist täglich auf die Weiden zu bringen und zu verteilen. Größere, herumliegende Kuhfladen sind zu zerkleinern und zu verteilen.“
Eifersucht ist auch schon im Spiel, denn es hieß auch: „stiersüchtige Kühe müssen ins Tal abgetrieben werden…“
Hatte man in den Anfangsjahren die Kühe noch mit Hand gemolken, stellte man im Laufe der Jahre auf Melkmaschinen um; den dafür benötigten Strom gewann man anfangs noch mit einigen Aggregaten, durch die Zusage einer Unterstützung der Bauern und des Landes Tirol entschloss man sich dann im Jahr 1991 für die Verkabelung des elektrischen Stromes.
In nur 16 Arbeitstagen wurden sämtliche Arbeiten durchgeführt. Eine wahre Meisterleistung!
So hieß es dann am 15. August 1991 „Strom ein!“
1982 wurde die Belieferung der Alm „leichter“. Musste man früher alles per Rucksack auf die Alm bringen, erhielt die Agrargemeinschaft Lechaschau die Materialseilbahn von Wängle bis hinauf zur Lechaschauer Alm von der Wildbachverbauung. Dies erleichterte die Bewirtschaftung der Alm enorm.